Rattenfalle: Welche Falle wirklich funktioniert

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Eine Rattenfalle funktioniert nur, wenn drei Dinge stimmen: der Fallentyp, der Standort am Laufweg und das Vertrauen der Ratte. Hier findest du in zwei Minuten die passende Falle und lernst die Handgriffe, an denen die meisten Fangversuche scheitern.

Fallen-Finder: Welche Rattenfalle passt zu dir?

Was soll mit der Ratte passieren?
Wo stellst du die Falle auf?
Haustiere oder Kinder in der Nähe?
Wie viele Ratten vermutest du?
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So fängst du Ratten in drei Schritten

Ratten sind misstrauisch, lernen schnell und meiden alles, was neu riecht oder an einer ungewohnten Stelle steht. Wer einfach eine Falle in die Ecke stellt, fängt oft wochenlang nichts. Mit der richtigen Reihenfolge klappt es meist innerhalb weniger Nächte:

  1. Laufweg finden. Ratten laufen an Wänden entlang und hinterlassen Kot, Schmierspuren und Trampelpfade. Genau dort gehört die Falle hin, nicht in die Raummitte. Mehr dazu unter Rattenbefall erkennen.
  2. Vorködern. Die Falle zwei bis vier Tage ungespannt mit Köder stehen lassen, bis der Köder regelmäßig gefressen wird. Erst dann scharf stellen.
  3. Täglich kontrollieren. Schlag- und elektrische Fallen jeden Morgen, Lebendfallen mindestens morgens und abends. Nach jedem Fang neu ködern.

Rattenfallen im Überblick

Es gibt fünf Fallentypen, die in Deutschland sinnvoll und tierschutzgerecht einsetzbar sind. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Arbeit sie dir machen und wie sicher sie für andere Tiere sind.

FallentypWirkungStärkeSchwächeModelle
SchlagfalleTötet sofortGünstig, bewährt, keine Energie nötigSpannen erfordert Vorsicht, offen für HaustiereAnsehen*
LebendfalleFängt unverletztKein Töten durch die FalleKontrolle 2× täglich, Aussetzen oft unzulässigAnsehen*
Elektrische RattenfalleTötet per StromstoßGeschlossen, sauber, kein HautkontaktTeurer, Batterien nötig, eher für innenAnsehen*
Goodnature A24Tötet, spannt sich selbst nachBis zu 24 Fänge ohne EingriffHoher Anschaffungspreis, KartuschenAnsehen*
Schlagfalle in KöderstationTötet sofortSicher vor Kindern, Katzen, VögelnEtwas mehr Gewöhnungszeit nötigAnsehen*

Welche Modelle wir je Einsatzbereich empfehlen und nach welchen Kriterien, steht im Rattenfallen-Vergleich. Von der Eimerfalle und von Klebefallen raten wir ab: Beide lassen das Tier lange leiden und sind mit dem Tierschutzgesetz kaum vereinbar.

Der richtige Köder

Käse ist ein Cartoon-Mythos. Ratten reagieren am zuverlässigsten auf fett- und eiweißreiche, stark riechende Köder: Erdnussbutter, Nuss-Nougat-Creme, Walnüsse, Speck oder Trockenfutter für Hunde. Nimm eine erbsengroße Menge und drücke sie fest in das Köderfach, damit die Ratte daran arbeiten muss und die Falle auslöst. Alle Details stehen im Ratgeber Köder für die Rattenfalle.

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Wann du einen Profi rufen solltest

Eine Falle reicht, wenn du ein oder zwei Tiere vermutest und den Zugang findest. Rufe einen Schädlingsbekämpfer, wenn du nach zwei Wochen konsequenten Fangens weiter frische Spuren findest, wenn Ratten tagsüber unterwegs sind, wenn sie in Wänden oder Zwischendecken sitzen oder wenn Lebensmittel gewerblich betroffen sind. In manchen Gemeinden musst du einen Befall außerdem melden, siehe Meldepflicht bei Ratten.

Häufige Fragen

Welche Rattenfalle ist die beste?

Für die meisten Haushalte ist eine große Schlagfalle aus Kunststoff die beste Wahl: günstig, zuverlässig und bei richtiger Größe tierschutzgerecht. Mit Haustieren gehört sie in eine Köderstation oder einen Fallentunnel. Bei starkem Druck draußen lohnt sich die selbstspannende Goodnature A24.

Wie lange dauert es, bis eine Ratte in die Falle geht?

Mit Vorködern meist drei bis sieben Tage. Ohne Gewöhnungsphase kann es wegen der angeborenen Scheu vor Neuem deutlich länger dauern.

Darf ich eine lebend gefangene Ratte freilassen?

Bei Wanderratten ist das in vielen Gemeinden problematisch, weil sie als Gesundheitsschädlinge gelten. Kläre das vorher mit dem Ordnungsamt. Mehr dazu unter Ratten aussetzen.

Wie viele Fallen brauche ich?

Mindestens zwei bis drei, bei Befall im Garten oder Keller eher vier bis sechs entlang der Laufwege, im Abstand von etwa drei bis zehn Metern.